Zahme Gera

Projekt

Talbrücke Zahme Gera
BAB A71 - BW 5314/07


Ansicht Y-Pfeiler

Gesamtansicht BZ

Schalung Grundetappe

Lückenschluss Feld 2

Ansicht

Bauherr

DEGES-Deutsche Einheit
Fernstraßenplanungs- und -Bau GmbH
10117 Berlin


Daten

Gevouteter Hohlkasten mit biegesteifen
Y-Stützen im Freivorbau, Mischbauweise
Länge: 520 m
Breite: 14,25 m (Nord)
Breite: 14,65 m (Süd)
Stützweiten: 115 - 145 - 145 - 115m
Fläche: 14.820 m²
Höhe : ca. 63 m über Talgrund


Baubeschreibung

Die Talbrücke Zahme Gera überführt die BAB A 71 über das ca. 65 m tiefe eingeschnittene Tal der Zahmen Gera.

Die Y-förmigen Pfeiler wurden mit einer Kletterschalung hergestellt. Für die Herstellung der Gabeläste wurden speziell für diesen Einsatz eine „Schreitschalung“ entwickelt. Mit Hilfe von Hydraulikzylinder bewegte sich die Schalung an den schrägen Gabelästen entlang ohne Kranhilfe in die nächste Betonierstellung. In der halben Gabelhöhe wurde zur Begrenzung der Kragmomente ein mit Gewi-Spanngliedern vorgespanntes Druckrohr eingebaut. Vor dem Betonieren des letzten Gabelschusses war eine weitere Durchspannung zur Begrenzung der Biegemomente erforderlich. Der Überbau besteht aus zwei einzelligen, in Längsrichtung beschränkt vorgespannten Hohlkästen. Die Konstruktionshöhe schwankt zwischen 3,80 m in den Feldern und 6,70 m an den Pfeilergabeln. Die Längsvorspannung erfolgt in Mischbauweise mit internen und externen Spanngliedern. Die Herstellung der Überbauten erfolgte von den Achsen 20, 30 und 40 aus im Freivorbauverfahren mit gleichzeitigem Einsatz von vier Vorbauwagen. Der Freivorbau erfolgte in Taktlängen von max. 5 m. Im Bauzustand wurden die Pfeiler einseitig mit Spanngliedern abgespannt und mittels Verpressanker im Hang bzw. im Tal verankert.

Entsprechend dem Bauzeitenplan wurden die einzelnen Systeme des Freivorbaus im Wochentakt, die Systemänderungen durch Anschluss der Lehrgerüstbereiche und durch die diversen Arbeiten beim Lückenschluss unter Berücksichtigung der Einflüsse aus Kriechen, Schwinden und Relaxation berechnet. Insgesamt wurden 68 Bauzustände berechnet. Die Verformungen der mit aus mittigem Takt hergestellten Freivorbauabschnitten resultierten nicht nur aus den bis zu 72,50 m langen Kragarmen sondern zusätzlich noch aus den bis zu 64 m hohen Pfeilern.



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