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Bei Bauwerksprüfungen wurden am Bauwerk Risse im Bereich der Koppelfugen festgestellt. Bei der Nachrechnung
wurden zudem gravierende Überschreitungen der zul. Spannungen (keine Dekompression bei P/2) insbes. im Weserfeld
festgestellt. Zur Widerherstellung eines Korrosionsschutzes (Dauerhaftigkeit) sowie Reduzierung der Schwingbreite
zur Abwendung eines Ermüdungsbruchs (Dauerfestigkeit) wurden Ertüchtigungsmaßnahmen erforderlich.
Ausgeführt wurde die Ertüchtigung mit je 6 Spanngliedern à 3 MN je Steg (Weserhafenfeld nur 4 Spanngl.). Die
Verankerung erfolgte über Ankerblöcke aus Beton, die mit Einzelstabspanngliedern an den Steg gespannt wurden. Alle
Anschlussflächen wurden mit Hoch- bzw. Höchstdruckwasserstrahlen zur Erzielung einer ausreichenden Rauigkeit
vorbereitet. Das Bauwerk befindet sich in einer Klothoide. Die externen Spannglieder folgen dem Verlauf in
Polygonzügen. An den Umlenkstellen ergeben sich im Weserfeld sehr hohe horizontale Umlenkkräfte, die eine
Aussteifung der Lasteinleitungsstellen erforderlich machten. Erstmalig wurden bei einer Sanierung die Spannglieder
auch gezielt vertikal umgelenkt, damit die Umlenkkräfte im Weserfeld nach oben wirken und so das geschwächte Feld
entlasten. Alle Umlenkstellen wurden als Stahlkonstruktion aus Edelstahl vorgefertigt und auf der Baustelle montiert.
Die Aufnahme von horizontalen Zugkräften erfolgt über Gewindestangen durch den Steg. Die Ausführung in Edelstahl
gewährleistet eine größstmögliche Wartungsfreiheit der Konstruktion.
Besondere Schwierigkeiten bereitete die Anordnung der externen Spannglieder und Ankerblöcke im Weserhafenfeld
(vorletztes Feld), da hier an beiden Stegen Versorgungsleitungen (Gas, Abwasser) mit großen Durchmessern
einschließlich Wartungsstege vorhanden sind. Die Spanngliedanzahl wurde hier daher auf 4 reduziert.
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