Fahrradstation Münster

Projekt

Fahrradstation Münster


Überdachung Eingang

Vorspannung Bodenplatten

Überdachung von oben

Ansicht von innen mit Rädern

Bauherr

WBI - Westfälische Bauindustrie GmbH
Eigenbetrieb der Stadt Münster


Daten

Nettogrundfläche: ca. 2.400 m²
Stellplätze: ca. 3.000 Stück
Radständer: zweistöckig
Betonmenge: ca. 2.600 m³
Betonstahl: ca. 230 t
Spannstahl: ca. 40 t
Baugrubenwand: ca. 181 lfd. Meter überschnittene Bohrpfahlwand
Bauzeit: ca. 1 Jahr


Auszeichnung

Renault-Preis: Traffic Design Award 2000
Innovative und mutige Verkehrsarchitektur


Baubeschreibung

Die Fahrradstation wurde als Tiefgarage unter dem Bahnhofsvorplatz in Münster mit Anschluss an den vorhandenen Fußgängertunnel geplant. Aufgrund des hohen Grundwasserstandes im Baubereich wurde das Bauwerk als "weiße Wanne"; im Schutz einer überschnittenen Bohrpfahlwand als Baugrubenverbau ausgebildet. Zur Gewährleistung einer wasserundurchlässigen Konstruktion ist eine möglichst zwangfreie Lagerung der Einzelbauteile ideal. Fugen bilden immer Schwachstellen in einer Konstruktion und sollten vermieden werden. Zur Erzielung einer weitgehend zwängungsfreien Lagerung wurden bei den Einzelbauteilen folgende Maßnahmen ergriffen:Die Deckenplatte wurde als Flachdecke konzipiert und außen auf Gleitlagern aufgelagert. Die Stützen wirken als Pendelstützen. Die Aussteifung erfolgt möglichst zwängungsfrei über die Wandbereiche in der Mitte der Außenwände Die fugenlose Bauweise wird unterstützt bzw. durch die teilweise Vorspannung der Bauteile ermöglicht. Durch die Vorspannung werden die Querschnitte mäßig überdrückt, so dass Risse praktisch nicht auftreten und die Konstruktion somit wasserundurchlässig wird. Bei der teilweisen Vorspannung werden die Vorteile der schlaffen Bewehrung mit den Vorteilen der vorgespannten Bewehrung derart kombiniert, dass sowohl ein dauerhaftes, qualitativ besseres als auch wirtschaftliches Bauwerk entsteht.



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